Schlagwort: Bergsteigen

  • Teil 2: Hochtour am Sustenhorn

    Letztes Wochenende war es so weit. Wir hatten viel trainiert und die Rettungsmanöver für die Spaltenbergung durchgesprochen. Leider sind wir aus Krankheitsgründen statt zu fünft nur zu viert von Lörrach aus gestartet.

    Samstag morgen ging es mit dem Auto Richtung Sustenpass. Von Gadmen-Stein am Parkplatz sind wir bei leichtem Regen los gewandert. Ziel war die Tierberglihütte, die am ersten Schild auf einem blau-weiß-blauen Wanderweg mit 3,5h ausgezeichnet war.

    Die Wolken tummelten sich recht tief und die Bergspitzen waren nicht zu erkennen – trotzdem hatten wir Sicht und konnten erst am Fluss, dann am leuchtend, blauen Steisee, auf Wanderwegen (teilweise auf der Strasse) bis nach hinten auf den Parkplatz Steingletscher gehen. Von dort ging es dann steiler bergauf zum Gletscher und der Tierberglihütte! Insgesamt ca. 1000m Aufstieg. Der Regen wandelte sich irgendwann in Schnee und bepuderte den Berg und den Weg mit noch mehr Schnee… teilweise war es auf den blanken Felsen rutschig, aber es gab Seile und Eisenketten, so dass man doch als geübter Wanderer mit Klettererfahrung gut nach oben kam. Es war anstrengend, doch ich war noch unter 4 Stunden an der Hütte, wo wir die Betten richteten, Abendgegessen haben und uns von der Bergführerin ein paar Informationen einholten.

    Am Sonntag Morgen hieß es 8 Uhr vor der Hütte Abmarsch. Wir hatten am Abend schon gesagt, dass wir bei diesen Wetterbedingungen nicht auf das Sustenhorn gehen werden, aber wir wollten alle zum Gletscher. Um das Material wie Steigeisen auszuprobieren, das Laufen in der Seilschaft etc.

    Für mich war es perkeft, dass wir das so entschieden haben. Wir hatten sogar das Glück, dass es am morgen aufgehört hatte zu schneien und die Sonne für ein paar Minuten durch die Wolken blitze. Wir starteten dann Richtung Sustenhorn auf einem schon etwas ausgetreten Pfad, konnten in Gletscherspalten schauen und teilweise etwas Aussicht genießen. Zufrieden ging es auf die Hütte zurück, umpacken und dann fing es auch schon wieder an zu schneien. Somit musste man durch den Schnee runter und aufpassen, dass man nicht am Hang ausrutsche. Wir kamen alle schneller bergab als gedacht und beschlossen den Tag, als wir wieder zu Hause waren, mit einem gemeinsamen Abendessen.

    Vielleicht ist im nächsten Jahr das Wetter besser und wir können einen zweiten Anlauf organisieren.

    Danke an die tolle Organisation und das super Team!

  • Der Berg ruft…

    Diese Woche bin ich in der Schweiz unterwegs und habe mal wieder einen Berg bestiegen – und zwar den Trubelstock . Spontan haben sich 2 Menschen gefunden, die mich begleitet haben. Wenn man mit “Unbekannten” unterwegs ist, weiß man nicht, auf was man sich einlässt. Aber wir konnten uns alle drei sehr gut anpassen und das Tempo zusammen gehen. Und ich war so stolz, dass wir alle am Gipfelkreuz angekommen sind. Der Ausblick war gigantisch und in alle Himmelsrichtungen atemberaubend.

    Sport und Bewegung ist irgendwas, was uns Menschen verbindet. Und auf einer Bergspitze zu stehen löst in mir ein erhabenes Gefühl aus. Man kann auf dem Weg abschalten oder seinen Gedanken freien Lauf lassen und wenn man oben ist, hat man sich körperlich betätigt und seinen Geist befreit. Gleichzeitig noch andere Menschen auf einer Art und Weise kennenlernen, wie man es in einem Büro nicht tun würde.

    Für mich ist das Berge besteigen einfach eine grandiose Art und Weise meine Freizeit zu verbringen und gleichzeitig noch zu trainieren. Und auch die Erholung am Abend oder bis in den nächsten Tag hinein gehören dazu.

    Wir sollten viel mehr Möglichkeiten finden uns von der Arbeit in der Natur zu erholen. Nicht nur vor dem Computer sitzen oder daheim.

    Ich kann nur sagen, dass es gut tut und es jeder mal ausprobieren sollte. Gerne nehme ich dich auch mal mit – melde dich einfach.

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