Auswirkungen des Home-Offices und deren Inaktivität auf unsere Gesundheit

Kategorie: Uncategorized

  • Auswirkungen des Home-Offices und deren Inaktivität auf unsere Gesundheit

    Im letzten Jahr (2021) ist im “European Journal of Sport Science” ein Artikel erschienen, der sich mit den Auswirkungen des Bewegungsmangels durch den Covid-19 Lock-Downs auseinandergesetzt hat.

    Die Covid-19-Pandemie stellt eine beispielslose Gesundheitskrise dar, da wir aufgefordert waren uns über mehrer Woche oder noch länger zu isolieren. Dies ist eine physiologische Herausforderung für unseren Körper und birgt einige Gesundheitsrisiken in sich.

    Der Artikel ist von Narici et al. verfasst worden und die Autoren haben sich angesehen, welche Effekte dies unter anderem auf unser Nerven- und Muskelsystem hat sowie auf das Herz-Kreislauf- und unser Hormon-System. Sie geben auch Empfehlungen welche Gegenmaßnahmen (körperlich wie ernährungsbezogen) getroffen werden können. Sie beziehen in ihre Überlegungen auch weiter Studien ein, die bereits früher durchgeführt worden sind (zu Inaktivität, Bettruhe etc.). Diese Untersuchungen zeigen, dass Muskelschwund schon innerhalb von 2 Tagen nach Inaktivität nachweisbar ist. Dieser Muskelverlust steht im Zusammenhang mit einer Denervierung (vollständige oder teilweise Unterbrechen von Nervenbahnen) der Fasern und neuromuskulären Schäden. Dabei kann man auch messen, dass der Proteinabbau erhöht ist. Schon wenige Tage ohne Bewegung haben Effekte auf unser Insulin und somit auf die Muskulatur. Auch ist durch die geringere Sauerstoffzufuhr das Herz-Kreislauf-System beeinträchtigt.

    Wenn dann zusätzlich noch mehr Energie durch Nahrung zugeführt wird, als wir es benötigen, lagern wir zusätzlich noch mehr Fett im Körper ein. Dies kann dann zu systemischen Entzündungen führen.

    Also die wichtigste Botschaft:

    • Schon wenige Tage sitzender Lebensstil reichen aus um:

      • unsere Muskel abzubauen.

      • Schädigung der neuromuskulären Verbindungen (Verbindung unserer Nerven zu den Muskeln – diese ist nötig, damit wir unsere Muskeln bewegen können) hervorzurufen

      • Insulinresistenz (Körperzellen reagieren werniger auf das Hormon Insulin als bei gesunden und beeinträchtigen somit z.B. die Funktion der Muskel und der Leber) zu erzeugen.

      • eine verminderte aerobe Kapazität (weniger Sauerstoff kann aufgenommen werden) zu erreichen.

      • mehr Fett im Körper abzulagerung und

      • geringgradige systemische Entzündungen hervorzurufen.

    • Was kann man dagegen tun?

      • Jeden Tag darauf achten, dass man ein Training bei niedriger oder mittlerer Intensität durchführt, um nicht nur das Sitzen auszugleichen, sondern auch die fehlende Bewegung bist zum Arbeitplatz oder in der Freizeit.

      • die Kalorienzufuhr 15-25% pro Tag reduzieren.

      • Damit kann die neuromuskuläre, kardiovaskuläre, metabolische und endokrine Gesundheit erhalten bleiben.

    Kurz zusammengefasst: Wenn ihr euch weniger bewegt und zu viel esst hat das ganz eindeutige schlechte Auswirkungen auf euren Körper!

    Falls ihr den Originalartikel auf Englisch lesen wollt ist hier die Quellenangabe:

    Narici et al., 2021: “Impact of sedentarism due to the COVID-19 home confinement on neuromuscular,
    cardiovascular and metabolic health: Physiological and pathophysiological implications and
    recommendations for physical and nutritional countermeasures”.

    Link: https://doi.org/10.1080/17461391.2020.17610761076

  • Was kann ich im Alltag gegen Rückenschmerzen machen?

    Immer wieder ein Problem, das uns viel beschäftigt sind Rückenschmerzen! Muss das sein?

    Rund zwei Drittel aller Deutschen leiden innerhalb eines Jahres an Rückenproblemen (RKI, 2021). Häufig treten Rückenschmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule auf, doppelt so häufig wie im oberen Rücken. Viele Menschen klagen auch über Nackenprobleme. In beiden Situationen sind die Ursachen vielfältig. Oft schränken Rückenprobleme nicht nur den Alltag ein, sie können auch mit psychischen Belastungen einhergehen. Das Wissenschaftliche Institut der AOK (2020) stellt weiterhin fest, dass die meisten Fehltage in Betrieben auf Rückenschmerzen zurückgehen. 

    All dies ist nicht im Geringsten verwunderlich. Unser Lebensstil hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Einer der wichtigsten Gründe für die Entstehung von Rückenproblemen ist unzureichende Bewegung. Weitere Ursachen können psychische Belastungen sein, dir z.B. aus einer negativen Work-Life Balance hervorgehen, sowie Fehlhaltungen, die Muskelverspannungen auslösen. Meist handelt es sich bei Rückenproblemen um unspezifische Schmerzen und nicht wie vielleicht angenommen, um Folgen von Verletzungen wie Bandscheibenvorfälle oder von angeborenen Schäden.

    Was könnt ihr also im Alltag gegen Rückenschmerzen machen?

    Bewegung in den Alltag einbauen, kann Schmerzen vorbeugen. Denn gerade auch mit dem vermehrten Arbeiten von zu Hause aus wird unsere Bewegung oft zusätzlich verringert, weil bereits der Weg zur Arbeit entfällt. Nutze also jede kleine Gelegenheit, um für Bewegung zu sorgen und dich zu lockern. Stehe immer wieder auf, nimm die Treppen statt den Aufzug, mache einen Spaziergang in der Natur. Bewegung hilft nicht nur deinem Rücken, sondern kann auch Stress und psychische Belastungen verringern. Vergiss auch nicht, ausreichend Wasser zu dir zu nehmen, damit die Bandscheiben sich über Nacht wieder füllen können.

  • Wie kann man sich zur Bewegung motivieren?

    Wie kann man sich zur Bewegung motivieren?

    Hallo zusammen,

    schön, dass ihr auf meinem Blog gelandet seid.

    Ich bin seit meiner Kindheit begeistert von Bewegung (habe schon den Kinderwagen umgekippt) und möchte meine Begeisterung für sportwissenschaftliche Themen mit euch zu teilen. Es geht vorwiegend darum, dass das, was mich aus diesem Bereich zum Denken anregt, was mich bewegt oder was ich vielleicht Neues entdeckt habe, euch zur Verfügung zu stellen. Dabei geht es nicht darum komplexe wissenschaftliche Fakten darzustellen, mit denen niemand was anfangen kann. Ich möchte versuchen die Essenz zu ziehen und zusammen zu fassen: Neues aus dem Trainingsbereich, der Ernährung und Entspannung, aber auch alltägliche Fragen beantworten und meine Erfahrungen teilen.

    Ich wüsste gar nicht, wie ich ohne Bewegung überleben sollte. Meine Begeisterung draußen in der Natur unterwegs zu sein, sei es um mich abzureagieren oder zu entspannen, ist enorm. Doch es gibt auch Zeiten, da kann ich mich nicht so recht aufraffen. Geht es euch manchmal auch so? Da liegt ihr mit einem schönen Buch auf dem Sofa, vielleicht einer Tasse Tee/Kaffee und etwas Süßem daneben, und könnt euch nicht aufraffen?

    Das passiert dem besten Spitzensportler. Hier ein paar Tipps von mir, gegen deine Ausreden:

    • Es ist egal wie das Wetter draußen ist, man kann immer rausgehen und auch bei Regen kann es Spaß machen sich zu bewegen.

    • Verabrede dich mit deinen Freunden zum Sport – gemeinsam fällt es leicht leichter sich zu motivieren. Oder setzte dir für dich einen Termin im Kalender.

    • Habe dein Ziel vor Augen und rufe dir immer wieder ins Gedächtnis, was du erreichen möchtest.

    • Probiere mal was Neues aus – eine andere Sportart oder ein anderes Training.

    • Und anschließend kannst du dich mit etwas belohnen.

    Für mich macht es der Mix aus Bewegung und Erholung. Und somit versuche ich im Alltag einen gesunde Balance zwischen Aktivität und Entspannung zu finden.

    Gerne könnt ihr mir hier eure Kommentare und Fragen zu Sport-, Ernährungs- oder Trainingsthemen, hinterlassen, die euch interessieren. Oder einfach erzählen, wie ihr in eurem Alltag Bewegung einbindet oder ob ihr das gar nicht benötigt.

    Ich bin gespannt, was hier so passieren wird.

    Eure Angelika

×